Abgrund — Dienstag, 31. Oktober 2017 10:34

Abgrund

Freischwebend über dem Abgrund
an einem seidenen Faden
ohne doppelten Boden
oder Sicherung

Niemand da
der einen auffängt
oder gar der Spinne hilft

Keiner da
der einen Haken hält
oder ihn in die Wand haut

Ist da jemand
der die Bohlen schlägt
und den Teppich legt

Ist da einer
der den, der da hängt
— fängt

©petra ulbrich

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ich möchte wohl — Dienstag, 19. September 2017 17:26
Katzen — Sonntag, 27. August 2017 17:58
Erklär mir die Liebe — Sonntag, 2. Juli 2017 13:11

Erklär mir die Liebe

Erklär mir Liebe
Erklär mir den Tod
Erklär mir die Triebe
Erklär mir die Not

Sag nicht, dass es so ist
Wie es eben sein muss
Sag mir nur, dass die Liebe
uns alle erlöst

Erklär mir die Hoffnung
und sag nicht; sie ist fort
Erklär mir die Trauer
denn sie ist noch dort

Sag, was ist das Leben
und erklär mir die Welt
und gibt mir die Liebe
– halt mich fest, wie du selbst

Petra Ulbrich

Das gesprochene Gedicht ist im Hauptblog zu hören.

Herr — Donnerstag, 29. Juni 2017 13:35
Schnellschuss — voller worte — Samstag, 10. Juni 2017 09:44
Spannung — voller worte — Montag, 5. Juni 2017 20:29

Spannung — voller worte

Spannung
Alles bebt,
schon Stunden
stehe ich
hab acht kurz
vor der Explosion –
es bebt der ganze Körper.

Es schwebt,
es zittert, bebt
Das Abenteuer kann beginnen!

Doch Achtung
vor der unbedachten Handlung.
Spannung in der Luft.
Elektrisierend
ohne faradayschen Käfig
– Ungeschützt.

Es schwebt,
es zittert, bebt
und nichts geschieht!

Der Alltag wird zu eng,
Ereignisse stagnieren.
Hektische Stimmung drängt
zu unbesonnenen Kampagnen.

Es schwebt,
es bebt, die Maske sitzt,
die Bühne ist gerichtet.
Die Spannung steigt
ins Unermässliche.

Wer drückt den Hebel?
den verlässlichen
– Entlastung!

Es schwebt,
es applaudiert und bebt,
der Vorhang fällt!

Applaus

©petra ulbrich

über Spannung — voller worte

Asphaltstrand — Sonntag, 13. Dezember 2015 15:23
Atmen — Samstag, 12. Dezember 2015 23:15

Atmen

klecks1

Ich atme tief ein und wieder aus.
Ein die Hoffnung –
aus die Angst!

Lange habe ich gewartet
und ich bin weiter gegangen
als ich glaubte gehen zu können.
Und ich suche noch den Weg,
Meinen Weg!

Und ich atme tief ein und wieder aus.
Ein den Glauben –
aus den Zweifel!

Ich habe sie erfahren,
kurze Momente vollkommenen Glücks,
aufgehoben sein, sich sicher fühlen.
Nur leider – sie bleiben nicht.

Und ich atme tief ein und wieder aus.
Ein die Liebe
aus das Alleinsein!

Ich verstehe es noch nicht –
wie weit muss ich noch gehen,
reisen, um endlich anzukommen?
Ist der Weg immer das Ziel?
Braucht man nur viel Geduld und Zeit?

Und ich atme tief ein und wieder aus.
Ein die Zuversicht –
aus die Erschöpfung!

Warum dies Blog so heißt, wie es heißt — Donnerstag, 10. Dezember 2015 22:59

Warum dies Blog so heißt, wie es heißt

Vor Jahren kannte ich ein Mädchen, das mit mir zusammen auf der Wiese lag und in den Himmel guckte. Wir malten mit Worten und erkannten in den Wolken Einhörner, Feen, Pipi Langstrumpf, badende Nixen und Mork vom Ork.

Mein Vater, der damals noch lebte, nannte uns die Wolkenbeobachterinnen. Das eine Mädchen schreibt heute Gedichte, das andere? – ich weiß nicht, was aus ihr geworden ist! Mein Vater ist im Himmel und malt von Zeit zu Zeit für mich bizarre Gestalten…