Viel zu pragmatisch

Ich sollte lieber
von Liebe schreiben
anstatt von kotzen
und behindert sein

Ich sollte besser
Händchen halten
oder pimpern
im Garten

Romantik ist Trend
oder Herzeleid
am besten
gepaart mit Sex

Kein Fakt
nur Sehnsucht zählt
mit Tränen
beim Akt

… und jetzt
fehlt mir was
Aus
Ende
Schluss

©petra ulbrich

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Theater?

Alles bebt,
schon Stunden
stehe ich
hab acht kurz
vor der Explosion –
es bebt der ganze Körper.

Es schwebt,
es zittert, bebt
Das Abenteuer kann beginnen!

Doch Achtung
vor der unbedachten Handlung.
Spannung in der Luft.
Elektrisierend
ohne faradayschen Käfig
– Ungeschützt.

Es schwebt,
es zittert, bebt
und nichts geschieht!

Der Alltag wird zu eng,
Ereignisse stagnieren.
Hektische Stimmung drängt
zu unbesonnenen Kampagnen.

Es schwebt,
es bebt, die Maske sitzt,
die Bühne ist gerichtet.
Die Spannung steigt
ins Unermässliche.

Wer drückt den Hebel?
den verlässlichen
– Entlastung!

Es schwebt,
es applaudiert und bebt,
der Vorhang fällt!

Applaus

©petra ulbrich

Worauf

Worauf wartest du?
Wenn du schreiben willst,
dann schreib jetzt. Nachher
hast du den Gedanken vergessen.

Worauf wartest du?
Wenn du jetzt deinen größten Wunsch
erfüllen kannst, mach es,
bevor es zu spät ist.

Worauf wartest du?
Du weißt nicht, ob du im Alter
noch Lust hast zu tun, was du
jetzt machen kannst.

Worauf wartest du?
Geh achtsam um mit dir und den deinen
damit ein gutes
Miteinander entsteht.

Worauf wartest du?
Versöhne dich mit
deinen Feinden, denn
Groll lässt dich nicht lachen.

Worauf wartest du?
Das Leben rennt, jeden Tag,
nimmt keine Rücksicht auf
Terminkalender, es ist
unbestechlich.

Worauf wartest du?

©petra ulbrich – nach einer Idee einer guten Bekannten

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