friedfertig — Samstag, 5. Dezember 2015 17:33
Steine — Sonntag, 29. November 2015 01:32
Was es alles gibt — Samstag, 14. November 2015 20:46

Was es alles gibt

    Da gibt es die, die schlagen
    Da gibt es die, die rennen
    Da gibt es die, die zündeln
    Da gibt es die, die brennen

    Da gibt es die, die wegsehn
    Da gibt es die, die hinsehn
    Da gibt es die, die mahnen:
    Wer hinsieht, muss auch hingehn

    Da gibt es die, die wissen
    Da gibt es die, die fragen
    Da gibt es die, die warnen:
    Wer fragt, wird selbst geschlagen

    Da gibt es die, die reden
    Da gibt es die, die schweigen
    Da gibt es die, die handeln:
    Was wir sind, wird sich zeigen.

    Robert Gernhardt

Gefangen —
still — Dienstag, 20. Oktober 2015 13:28
einfach — Sonntag, 18. Oktober 2015 20:03
Nachgedanken — Samstag, 3. Oktober 2015 14:08

Nachgedanken

wolken-dunkel

    Heute Nacht kurz wach gelegen.
    Und nachgedacht.
    Über die Sprache.
    Wer hat eigentlich die Sprache erfunden?
    Bzw. die Wortzuordnung?
    Wer hat den Gegenständen Namen gegeben?
    Wer hat es weshalb so definiert?
    Warum heißt der Schrank Schrank?
    Die Kommode Kommode?
    Wie ist diese Terminilogie entstanden?
    Warum ist der Teller kein Schrank?
    Das Brot kein Schuh?
    Warum esse ich nicht wenn ich trinke?
    Das wäre doch was:
    Wir trinken unseren Schuh vom Schrank!

    ©Petra Ulbrich

Es heißt nicht Nachtgedanken – tatsächlich Nachgedanken!

manchmal — Dienstag, 29. September 2015 18:42
Nicht krabbelnd — Sonntag, 27. September 2015 21:38

Nicht krabbelnd

    Kann grad nicht krabbeln,
    bin schwer und leer,
    komm aus dem Loch nicht raus
    seh keine Hand, die mich hält
    seh nur das Herz, das fällt
    schau meine Kinder an und denke
    wie tapfer sie doch sind.

    Sie können krabbeln
    sind auch leer, nur nicht schwer
    haben ein Guckloch gebaut
    um aus dem Loch zu schauen
    ich fang sie auf
    tröste ihr Herz
    und ihren Schmerz.

    …und so ist meiner
    – auf einmal kleiner!

    © Petra Ulbrich

Dieses Gedicht habe ich einen Monat nach dem Tod meines Mannes geschrieben. Der Schmerz ist immer noch da – er hat sich nur verändert.

Aller Anfang ist schwer —