Advent — Mittwoch, 9. Dezember 2015 20:34

Advent

Ich hab’s mal versucht Mascha nachzumachen – Mascha Kaléko!


Ist es zu früh, ein Weihnachtslied zu singen
Oder zu spät – erst heute damit zu beginnen
So wenig winterlich sieht es da draußen aus

Kein Schnee, nur Regen in den Zweigen
Die Melodien klingen nicht nach heil’gen Weisen
Das Radio dröhnt, wie immer, – düdelüm

Mit Kerzen und den Weihnachtsplätzchen
Versuche ich in Stimmungen zu kommen
Doch bin ich noch zu sehr benommen
Von allen Dingen, die mir wichtig sind

Die Zeit, die sel’ge, heilige wird uns erreichen
Mit ihrem Weihnachtszauber und dem Lichterschein
Ich denke – wir lassen uns erweichen
Und lassen sie schlussendlich zu uns rein

©Petra Ulbrich

Advertisements
es tropft ins Herz — Dienstag, 8. Dezember 2015 17:29
aber Rabe — Sonntag, 6. Dezember 2015 07:13
friedfertig — Samstag, 5. Dezember 2015 17:33
Steine — Sonntag, 29. November 2015 01:32
Was es alles gibt — Samstag, 14. November 2015 20:46

Was es alles gibt

    Da gibt es die, die schlagen
    Da gibt es die, die rennen
    Da gibt es die, die zündeln
    Da gibt es die, die brennen

    Da gibt es die, die wegsehn
    Da gibt es die, die hinsehn
    Da gibt es die, die mahnen:
    Wer hinsieht, muss auch hingehn

    Da gibt es die, die wissen
    Da gibt es die, die fragen
    Da gibt es die, die warnen:
    Wer fragt, wird selbst geschlagen

    Da gibt es die, die reden
    Da gibt es die, die schweigen
    Da gibt es die, die handeln:
    Was wir sind, wird sich zeigen.

    Robert Gernhardt

Gefangen —
still — Dienstag, 20. Oktober 2015 13:28
einfach — Sonntag, 18. Oktober 2015 20:03
Nachgedanken — Samstag, 3. Oktober 2015 14:08

Nachgedanken

wolken-dunkel

    Heute Nacht kurz wach gelegen.
    Und nachgedacht.
    Über die Sprache.
    Wer hat eigentlich die Sprache erfunden?
    Bzw. die Wortzuordnung?
    Wer hat den Gegenständen Namen gegeben?
    Wer hat es weshalb so definiert?
    Warum heißt der Schrank Schrank?
    Die Kommode Kommode?
    Wie ist diese Terminilogie entstanden?
    Warum ist der Teller kein Schrank?
    Das Brot kein Schuh?
    Warum esse ich nicht wenn ich trinke?
    Das wäre doch was:
    Wir trinken unseren Schuh vom Schrank!

    ©Petra Ulbrich

Es heißt nicht Nachtgedanken – tatsächlich Nachgedanken!